40.Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungslernprinzip eines alten Zeitalters) zum Kulturations-Entwicklungs-Kultur-Lernen (gotisches
Lernprinzip) eines neuen Zeitalters).
Von der traditionellen, zeitwidrigen,mumifizierten Beer- digungs-und Trauer-Erinnerungskultur des Bildungs-Kultur-Lernens zur modernen, gegenwär- tigen, evolutionären Beerdigungs-und Trauer-Erinne-
rungskultur des Entwicklungs-Kultur-Lernens.
Vorwort.
> Für das Jenseits sind bisher die Religion, die Kirche und der Priester zuständig und deshalb sind religiöse Bezüge (nach dem katholischen Ritus) unvermeintlich sind. Dieses Essay ist ein Versuch der traditionellen Trauerkultur eine neue Verständnisauffassung zu geben in Anlehnung an das Essay Das Leben ist unsterblich und nicht tot zu kriegen. Beide gehören wie ein Geschwisterpaar zusammen.Die Angst vor dem Tod lässt sich nicht verdrängen. Das Sterben und der persönliche Tod sind bis heute ein gesellschaftliches Tabu, angstbesetzt, werden ausgeblendet, nur mit Bangen und Unbehagen darüber gesprochen anstatt sich mit diesem natürlichen Faktum ein Leben lang positiv damit umzu
gehen. Der Tod wird als Dunkles. Bedrohliches, notwendiges Übel und als Abgrund oft plötzlich erlebt, weil wir im Leben so vieles noch nicht abgeschlossen haben und natürlich nicht loslassen können.
> Heute lässt man sich bei der Beerdigung leere, zeitwi- drige Abschieds- und Trauerrituale alimentiert mit bezie- hungslosen, religiösen Begrifflichkeiten und Floskeln über sich ergehen, folgt hampelmännisch mit frömmelnden Augenaufschlag dem Trauerzug und führt sich irgendwie
am Narrenseil herumgeführt. Vor dem Reformator Martin Luther sprach Gott nur Latein, obwohl das Christentum keine eigene Sprache besitzt, sondern die Sprache des (Entwicklungs)lebens ist. Mit künstlichen Worten werden irgendwelche Verdienste des Verstorbenen gewürdigt, obwohl der Tod sich nicht durch schöne Worte schön reden lässt. Die überwiegende Mehrheit der Trauergäste bedeu-
tet der christliche Glaube nichts anderes als der Zylinder,
in der lebenslang verstaubten Hutschachtel, den man bestenfalls zur einer Beerdigung für eine Stunde auf den Kopf setzt und wieder einmottet als Teil des gesellschaft-
lichen Rahmens, der zur üblichen Ausstattung dazu gehört wie der berufsmässige Pfarrer, der vom Bestattungsinstitut gestellt wird, im Preis inbegriffen. Zum Abschluss trifft man sich oft gemeinsam nochmals bei Kaffee, Kuchen und be-
legten Brötchen. Welchem vernünftigen Zweck dient oft die Verschwendung riesiger Summen an Beerdigungskosten wegen dem äusseren Schein einer überkommener Tradition ?
* " Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht ".
* Friedrich Schiller.
> Solches würdeloses, beklemmendes Begräbnis gilt für
die Menschen, weil diese ein Kind ihrer Zeit, in ihrer reli-
giösen leblosen Tradition sozialisiert worden sind und in diesem oft nur halbherzigen, vagen und verschwommenen Glauben auch sterben. Am schlimmsten ist, dass wer stirbt gar nicht weiss, das er nie lebenssinnhaft gelebt hat, in seiner Lebenswelt nur groß und alt geworden ist, Werte und Gewohnheiten aus der Kindheit und Jugend übernommen, diese nie in Frage gestellt hat und ihnen" wie eine Puppe "gefolgt ist, aber sich nie selbst geworden ist und nur seine Rolle in der beruflichen, familiären und staatsbürgerlichen Sozialisierung ausgefüllt hat. Unser Lebenssystem schreibt eben vor, wie der Einzelne zu sein hat, die Anpassung und gesellschaftliche Integration der einzig richtig Weg sein soll, nur das Gleichheitsprinzip zählt, was aber dem Grundsatz der freien Selbstbestimmung widerspricht. Der Einzelne kann sich aber nicht entwicklungslebenskonform verhal- ten ohne gegen gesellschaftlichen Wertnormen zu ver-
stossen. Diese Neubewertungseinsicht im Angesicht des Todes ist frustrierend und ernüchternd zugleich und nicht mehr rückgängig zu machen. Wenn das Lebens sinnlos war, ist der Tod besonders sinnlos ! Erst im Unglück weiss man, wer man wirklich ist. Der Schweitzer Autor Hans Leopold Davi, meinte einmal, dass man nicht die Toten beklagen soll, sondern all die Lebenden, die tot herumlaufen*.
* I.) Ich habe mehr überlebt, als gelebt.
* Hildegard Knef.
II.) Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird, zu leben*.
* Mark Aurel.
> Der heutige Beerdigungsalltag, schwarz immer schwarz, immer die Farbe des Ernstes, des Todes und der Unerbitter-
lichkeit sind noch Lichtjahre weit vom dem evolutionären Verständnis " einer Kunst des Lebens und einer Kunst des Sterbens "entfernt. Aber alles unterliegt dem ewigen ge-
schichtlichen Entwicklungsgesetz des Werdens und Ver-
gehens, des Blühens und Welkens einer spiralförmigen Weiterentwicklung. Auch die Verständnisform und das Gewohnheitstradition ist dabei nicht ausgeschlossen und wird durch das neue " Sterben-Lernen-Verständnis " auf
eine höhere Stufe ihrer Entwicklung gehoben werden,
sonst macht man sich etwas vor. Religion z.B. ist auch die längst bewiesene und zu transzendierende, dialektische Gott-Welt- oder Diesseits-Jenseits-dualistische Sichtweise,
die es aber durch die quantenphysikalische Interverbun- denheit faktisch nicht gibt und deshalb erst Religion not- wendig macht.Die beste Religion bleibt immer noch die, welche mich bessert und Unsterblichkeit lernt d.h., richtig zu leben lernt. Die Tradition fortführen, wo Tradition immer weniger gilt, weil überholt, kann nicht der richtige Weg sein.
*Der Tod ist zeitlos und wird niemals unmodern.
> Der bewegendste Trauermoment bei einer Beerdigung ist das Versenken des Sarges, im Hintergrund die Mozarts Modette "Ave Verum Corpus" zu hören ist und die Tränen
bei diesem Seelenlied nicht mehr zurückgehalten werden können.Es erfolgt der erste Erdwurf als Bekräftigung des Todes, wo ich spätestens auch mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert werde auch wenn ich jung und gesund bin. Es ist das Ritual, das weltweit die physische Trennung signalisiert, macht die Endgültigkeit und Unumkehrbarkeit und die Trennung zwischen Lebenden und dem Verstorbenen deutlich. Für den Verstorbenen und noch viel mehr für die, die um sie trauern, markiert diese Zermonie den Übergang in eine andere unbekannte (Jenseits)Welt und für den die Ganzheitstod-Theorie "Gottes Wort" ist, das Endgültige aus ohne eine postmortale Existenz.
> Wenn es um den Abschied von den Toten geht, dann ha-
ben hier zu Lande die Behörden das letzte Wort. Das Be-
gräbnis ist genormt und genaue Vorschriften und Fried-
hofsregeln sagen wie, wo,wann und wie ein Mensch zu seiner letzten Ruhe gebettet wird. Traditionell werden Fried-
höfe durch eine Mauer von dem Bereich der Lebenden
abgetrennt. Aus diesem Grund regelt auch der so genannte Friedhofszwang, dass Urnen nicht von den Angehörigen
mit nach Hause genommen werden können. Friedhöfe
sind Kulturstätten.
> Die stimmungsstarke Friedhofskultur und der klassische Beerdigungsritus muss neu und zu Ende gedacht werden. "Der Totenacker " und die Suche nach Totem in der heutigen Form gehört der Vergangenheit an und das Sterbekultur- klima und die Beerdigungs-und Trauerbewältigung schreiten mit zunehmender Entwicklung von der traditonellen zur evolutionären Trauerkultur,welche die Erkenntnisse der mo-
dernen Sterbe-und Nahtodforschung und anderer Wissen- schaften berücksichtigen und zu diesen nachstehenden logischen Schlussfolgerungen führen.
Von der Beerdigungs-und Trauerkultur alt
(versus)
zur Beerdigungs-und Trauerkultur neu.
(54 Beispiele).
- Von der Sterbe- und Totenglocke, die zur Trauerbekun- dung in vielen evangelischen Kirchen und katholischen Pfarrgemeinden nach dem Eintreten des Todes eines Gemeindemitgliedes in der Regel sechs Minuten geläu-tet wird zur Sterbeglocke, welche positive Gefühle auslöst und so frisch und fröhlich läutet, wie an einem Festtag,weil ein strahlender Neubeginn, eine Neugeburt in eine andere Existenz und ein "Umzug in ein neues Haus" statt gefunden hat*.
* Jemand der geboren ist, ist der Tod gewiss und der gestorben ist die Geburt gewiss.Der Tod des eines ist ein Verwandlungsprozess für das Weiterleben des anderen (Metaphormose: aus der Raupe wird ein hauchdünner Schmetterling).Sterben ist ein Naturgesetz, dass wir weiterleben können. Alle Dinge wechseln die Form,um sich zu einer höheren Form zu erheben und Gott zerstört nichts,was auf Höheres hinaus will wird Meister Eckhart zitiert.
- Von kirchlichen Trauerritualen, dem letzten Gang,die Seelenmesse,Trostworte und Gebete für die Toten ("wir werden dich nicht vergessen und in unserem Herzen lebt du weiter als "schöne,leere Floskel") zur persön- lichen Überzeugung mit diesen wie zu Lebenden spre- chen, über sie lobend denken und scherzen, weil diese in einer mehrdimensionalen Lebens-Parallel-Welt weiter leben und nur bewusstseinsbereichsmässig, sphärisch durch eine dünne, nicht messbare, unsichtbare Frequenz- wand (Schwingungszahl von Wellen,welche von den menschlichen Sinnen nicht wahr genommen werden) "Stirn an Stirn"von uns getrennt sind (" Im Himmel sehen wir uns wieder oder " Hanni mach`s gut " oder " Für alles was war, danke " oder " Wilhelm bleib gesund "). Man soll auch nicht zu Toten beten, weil sie nicht tot sind. Wer betet schon lebendige Menschen an ?*.
*I.) Zum Grabspruch " Wilhelm bleib gesund "sei angemerkt. Die Sterbeforscherin Frau Dr. Kübler-Ross war davon überzeugt, dass
die Verstorbenen im Jenseits wieder einen gesunden Körper be-
sitzen. Wer bspw. vorher nicht laufen konnte kann wieder laufen
und wer blind war kann wieder sehen. Wenn diese These stimmt, dann bekommt auch der alte Beerdigungskalauer einen tieferen
Sinn. " Du Fritz, die Beerdigung wurde verlegt. Warum Egon ? Ja
dem Heinrich geht es Gott sei Dank wieder besser ". Was todernst gemeint ist, sagt man am besten zum Spass.
II.) Trivia: Weil die Hypothese des Weiterlebens in vielen Bereichen betätigt wurde, fragen sich die Toten nach dem Warum der tradi-
tionellen, religiösen Begräbnisrituale und dem kirchlichen Segen. Wir sind ja nicht tot sagen diese und sind erleichtert, wenn es abschlies-
send zur geselligen Kaffetafel geht. Es ist wie eine Geburtstagsfeier, obwohl ich gar keinen Geburtstag habe.
III.) Die Verstorbenen sind nur die Unsichtbaren, Vorausgegange-
nen und nicht die Abwesenden, nicht mehr Lebenden. Wir dürfen nicht wie Sterbliche denken, weil wir sterblich sind, sondern wie Unsterbliche leben*.
* Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt der ist nicht tot, sondern fern*.
* Immanuel Kant, Philosoph.
IV.) Dann muss, auch wenn es beinahe hyperbolisch klingt, die
Rechtssprechung geändert werden, welche zur Zeit davon ausgeht, dass mit dem (Gehirn)tod das Bewusstsein erlischt als einziges le-gales Kriterium für den Tod eines Menschen, was mittlerweile auch in der Wissenschaft angezweifelt wird. Das Leben vor dem Tod kann nicht im selben Sinn Leben heissen wie das Leben nach dem Tod, sonst wäre der Tod nicht was er ist: das Lebensende. Es kann nach Adam Riese für das Leben keinen Gegensatz (Tod) und nur ein Leben geben kann und deshalb überlebt der Mensch sein Sterben.Der Tod muss als Nicht-Tod z.B. als " Leben zwei " neu definiert werden, wel- cher über den Tod des physischen Körpers hinausgeht und das Leben nachhaltig mehr ist, als nur dieser kurze irdische Wimpern- schlag-Lebensausschnitt des z.B. " Lebens eins ".Aber jeder Mensch muss sterben lernen, weil er das (Weiter)leben (zwei) so die These noch vor sich hat, auch wenn es nur ein Leben gibt.
V.) Ein Gebet ersetzt noch keine Tat, doch es gibt keine Tat, die ein Gebet ersetzt. Das Gebet sucht Lebensübereinstimmung und ist eine Wirkungsmacht. Wer nicht viel betet, hat noch nicht die Quan- tenphysik 1-3 verstanden.
VI.) Für Bibelgläubige sei gesagt, dass es keine Stelle in der Bibel zu finden ist, dass wir für Tote beten sollen. Das ist auch gar nicht
nötig, weil mit dem Ableben eines Menschen sein Schicksal feststeht und nie mehr geändert werden kann. Daher sollten auch Sie unbe-
dingt die Weichen in Bezug auf die Ewigkeit stellen, solange Sie noch leben. Der Bibelvers dazu lautet sagt: " Dem Menschen ist es gesetzt einmal zu sterben, danach aber das Gericht" (Hebräer 9,27).
VII.) Der Brauch in manchen Ländern die Toten zu schminken und
den Leichnam zu präparieren, um ein Leben vorzutäuschen, gehört dann ins Kuriosenkabinett.
VIII.) Jede Trauerfeier ist begleitet dem Anlass entsprechend z.B. von Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem (Seelenmesse) oder dem Ave verum Christi.Bei der neuen Grabkultur wird dann Mozarts heitere kleine Nachtmusik oder der Ohrwurm-Schlager von Udo Jürgens " Mit sechsundsechzig Jahren, fängt das Leben erst an..."zu hören sein.
- Von der Angst einen geliebten Menschen für immer zu verlieren zur festen Überzeugung, dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit ist, diesen Menschen wieder zu- sehen, weil es den "endgültigen Mausetod" nicht gibt. Er/sie ist nur früher als ich abgereist und ich werde, wenn meine letzte Stunde gekommen ist, dann todsicher nachkommen und mit ihm/ihr wieder zusammen sein. Sie sind nicht von uns, sondern nur vor uns gegangen. Jede Traurigkeit über die zeitweilige Trennung ist nur ungeduldiger Kinderkram, ein niedriger lebensverneinen- der Bewusstseinsgemütszustand und dürfen nicht darin versinken*.
* I.) Du gehst ihnen nur voraus und bald werdet ihr euch wieder-
sehen! Dieses ist eine ernst zunehmende Erkenntnis aus den vielen Nahtod-Berichten der modernen Sterbeforschung.
II.) Denn gestorben ist ja die Person immer nur für die Zeit nach ihrem Tod, während sie für die Zeit ihres Lebenslaufes entsprechend lebendig ist. Wäre es uns möglich eine Zeitreise zu machen, so würden uns bei einer Reise in die Vergangenheit zu jedem x-beliebigen Zeitpunkt keine Toten, sondern die jeweils Lebenden begegnen. Da für den Geist an sich keinerlei raumzeitliche Schranken bestehen, ist so auf dieser medialen Ebene der Kontakt mit den verstorben, lebenden Personen durchaus möglich.
Hierbei zeigte sich, dass dieses angebliche Jenseits von Tod und Zeit, nichts anderes ist, als eben jene im Zeitlauf vergangene individuelle Zeit.
III.) "Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist eine Illusion, wenn auch eine sehr hartnäckige"*.
* Albert Einstein.
- Von dem Klagen und der Beweinung bei der Grablegung, dass du gegangen bist als endgültiger Abschied obwohl in der neuen Heimat angekommen und nicht mehr zurück will (Trauer) zu dem danken, dass du da gewesen bist und noch da bist und in der Parallelwelt weiter lebst. Der Mensch ist bei seiner Zeugung genauso anwesend wie bei seiner Beerdigung. Unsere Toten sind nur die Unsicht- baren, nicht physisch aber psychisch anwesend.Sie leben im vollkommenen Bewusstsein in ihrer ganzen Persön- lichkeit weiter.Wenn ich an einen Menschen denke, steht nicht sein Körper im Vordergrund, sondern sein Wesen als geistige, psysische Wirkungspersönlichkeit.Wir be- sitzen nur nicht die Fähigkeit sie zu sehen, weil unser Wahrnehmungs-Rezeptor-Bewusstsein für die Lebens-Parallel-Geistwelt nicht ausgelegt ist und die Welt der Toten hinter unserem Bewusstsein liegt, aber diese Welt nachweislich ohne Dunkelfeldforschung zu betreiben trotzdem existiert. Die moderne Physik und Kosmologie haben das Bild vom Universum (lat. universus „gesamt“, von unus und versus „ in eins gekehrt ") als ein unteil- bares, dynamisches Ganzes unwiderruflich bewiesen. Durch das Verschränkungsprinzip sind wir nicht nur mit jedem Individuum, sondern auch mit jedem Punkt des Universums zu jedem Zeitpunkt verbunden. Wenn ein Mensch stirbt, sind die Grenzen des eindimensionalen Bewusstseins aufgehoben und der Geist ist frei. Aus- serhalb der Zeit gibt es keinen Tod. In der geistigen Welt gibt es weder Raum noch Zeit und daher keinen Tod.Das Leben und der Tod sind nichts anderes als nur unter- schiedliche Bewusstseins Wahrnehmungszustände einer (Weiter)- Lebens-Parallelwelt (Trauerfreude)*.
* I.) Wissenschaft ist immer Mathematik und die sich selbst bewiese-
ne Wahrheit ist unabhängig von ihrem Träger und ihrem Gegenüber. Mathematiker sind in der Lage Aspekte der physikalischen und nicht physikalischen Wirklichkeit zu reduzieren, die niemals beobachtet wurden und Schlussfolgerungen postulieren, auf die niemand sonst gekommen wäre. Für die Makrophysik ist nur die Aussenwelt (sinn- liche Materie/Reproduzierte und die Erscheinung wirklich, für die Mikrophysik die Innenwelt (Nichtsinnliche-Materie/Bewusstsein und das Wesen hinter der Erscheinung). Deshalb ist der Mensch für die eine Wissenschaft z.B. Schulmedizin nachweislich aufgrund von mathematischen Parametern und klinischen Werten tot (exitus leta-
lis), während für die moderne Wissenschaft ebenfalls auf Grund von subatomaren, mathematischen Aussagen und empirischen Ergebnis- sen, welche die Mikrophysik aufgezeigt hat, dass Elektronen unzer-
störbar sind, eine unendliche Lebensdauer besitzen und deshalb der Mensch weiter lebt (exitus immortalis).Die Quantenmechnik machte ausgezeichnete und zutref fende Ausagen über diese Wirklichkeit.
II.) Der Schweitzer Autor Hans Leopold Davi, meinte einmal, dass
man nicht die Toten beklagen soll, sondern all die Lebenden, die
tot herumlaufen.
III.) Von den Toten, wie wir sie fälschlich nennen zu diese leben drüben ihr unvollkommenes Erdenleben weiter.
- Von religiösen Trostbekundungen "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (Ev. von Johannes) z.B. bei Traueranzeigen zu lebensweltlichen Bekundungen "mein Entwicklungslebensweg war meine Individualisierungs- Wahrheit als Lebenssinn".
- Von " man lebt zweimal. Das erste Mal in Wirklichkeit,das zweite Mal in Erinnerung" (Honoré Balzac) zu es gibt nur ein Leben, weil wir unserer ganzen (Geist)natur nach nicht physische, sondern in erster Linie psychische Wesen sind und daher zwar physisch, aber nicht geistig sterben und nach dem biologischen Tod trotzdem weiter leben. Die Sichtweise, dass jeder sterben muss, ist ein logischer und tragischer Irrtumsschluss, weil es nach Adam Riese für das Leben keinen Gegensatz (Tod) und nur ein Leben geben kann und deshalb überlebt der Mensch sein Sterben.
- Vom dem Staatsmann und Politiker Otto von Bismark (1815-1898),dessen letztes Sterbegebet es war, seine geliebte, zwanzigjährige Freundin Johanna (von Puttkam- mer) zu sehen und wieder mit ihr zusammen zu sein zu heute braucht man nach der modernen Sterbe-und Nahtodforschung nicht mehr bis zum Sterbetag diesen Wunsch hinaus zu schieben, weil das zusammen sein,so die Hypothese sofort möglich ist. Die dualistische Welt-Diesseits (Materialistik) und Gott-Jenseits-Sichtweise (Mystik), die es aber durch das Verschränktheitsprinzip der Quanten-und Mikrophysik als säkulare Interver- bundenheit faktisch nicht gibt und überwunden werden kann und die Beziehung eben nur anders weiter im vollen Realitätsbewusstsein geht, weil der(die) andere mir nicht fehlt und für mich weiter da ist. Aber der Mensch befindet sich nur mit einem Teil seines Wesens innerhalb der natürlichen Schöpfung (Diesseits), aber mit einem anderen Teil seines Wesens, was ihn als Menschen cha- rakterisiert, befindet er sich ausserhalb der Schöp- fung (Jenseits), so dass er in zwei Welten lebt. Das Jen- seitige existiert im weltlichen Sein. Die scheinbare Trennung vom Anderen und der Zeitenbruch von Ver- gangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nach der Relativitätstheorie nur eine nur eine Illusion sind,weil in der nichtlinearen Zeit Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit existieren und das Diesseits-Jenseitsverständnis aufgehoben ist und ein Relikt unseres dualistischen Bewusstseins. Ausserhalb der Zeit gibt es keinen Tod. In der geistigen Welt gibt es weder Raum noch Zeit und daher keinen Tod. In der Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit eingehen. In der nichtlinearen Zeit existieren Gegenwart, Vergangen- heit und Zukunft zur gleichen Zeit. Die Zeit ist still- stehend. Deshalb entfällt auch jedes Zeitgefühl. In der Ewigkeit sind eine Minute und zehntausend Jahre gleich wahr.Das Endliche kann die Unendlichkeit nicht verste- hen.
- Von z.B. "ich bin Paris oder nous sommes unis" als wir sind eins, was Einheit bedeutet als äusserliche, solida- rische Traueranteilhabe und Bekundung z.B. bei Terror- akten als unentwickeltes Einheits-Wille-Bewusst- sein zu "nous sommes unis" als innerliche, ganzheitliche, emp- findungsbewusste Verbundenheit als Trauerteilhabe und Trauerbewältigung aller als entwickeltes Einheits-Wille-Bewusstsein*.
* I.) Je umfassender das menschliche Bewusstsein, desto höher ist seine Entwicklungsstufe.
II.) Das menschliche Wesen ist ein Teil des Ganzen und die scheinbare Trennung vom Anderen ist nur eine optische Täuschung oder ein Relikt unseres dualistischen Bewusstseins. Weil jedes Individuum ein Teil des grossen Ganzen und mit dem grossen Ganzen verbunden ist, befindet sich jeder in Übereinstimmung mit dem Ganzen. Nicht der Universalismus begründet das Ganze und die Einheit, sondern die Tiefe und Weite einer Sache, die universell in allem zu finden ist.
Jedes Teil vom Ganzen ist seiner Bestimmung nach unselbstän-
dig und existiert nur in wechselhafter, lebendiger Beziehung mit anderen Teilen, mit denen er ein gemeinsames Ganzes bildet. Denn der Geist ist eben die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen.
III.) Das gegenständliche, materielle Universum als Ganzes und als Einheit ist für sich selbst genommen ungegenständlich und hat weder Form noch eine materielle Erscheinung. Ein allumfassendes Ganzes muss immateriell sein und kann kein Gegenteil als Gegenstand ha-
ben, womit auch das dualistische Weltbild ad Absurdum geführt wird.
IV.) Interverbundenheit bedeutet nicht, dass die Gedankenfelder der Mitmenschen und Mitwesen verbunden sind, sondern sind erst in der tieferen "Entwicklungs-Geist-Bewusstseins-Dimension" verflochten (was in der religiösen Diktion als " Gott " bezeichnet wird). Alles Leben ist in diesem Licht der Einheit verbunden und in diesem Geistbewusstsein findet sich alles wieder.
V.) Alle Teile des Universums stehen grundsätzlich in einer Wechselbe-
ziehung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusstseinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur, den Prozessen und Bewusstseinsakten zusammen in einer durchdach-
ten und geordneten, schöpferischen Beziehung zum grösstmöglichen Ganzen, welches folglich nach Adam Riese nur ein Einziges sein kann. Die Evolution aller Lebewesen ist z.B. so eng mit der Evolution der Umwelt und der Artenvielfalt verbunden, dass diese nur einen einzigen Entwicklungsprozess darstellt, weil keiner ohne den Anderen existieren kann und das Aussterben des einen, auch das Aussterben des anderen bedeutet.
- Von dem alten, jenseitigen,unreflektierten nur ge- glaubten, oberflächlichen tradierten Todesverständnis (Verdrängung des Sterbens und des Todes)zum neuen, diesseitigen, reflektierten, wissenden Todes-Weiterle- bens-Verständnis (Auseinandersetzung mit der moder- nen Sterbe-und Nahtodforschung und mit dem Unsterblichkeits-und Jenseitslernen )*.
*Der Bergsteiger George Mallory wurde einmal gefragt, wa-
rum er den Mont Everest besteigen will und er antwortete legendär "weil er da ist "(und blieb bei seinem dritten Versuch verschollen. Seine Leiche wurde 1999 von einem Suchtrupp um Conrad Anker am Everest gefunden). So müs-
sen wir uns mit dem Tod beschäftigen, nur deshalb, weil er da ist aber es ihn nicht gibt.
- Von wenn wir Gott im Leben finden zu endgültig finden wir ihn erst im Tode. Daneben steht der religiöse Glau- benstrost, welcher das Nichtgewusste miteinschliesst, dass für die Dahingeschiedenen Gott sorgen und für sie in einer anderen Welt fortgebaut und vollendet wird ("Darum werden wir nicht müde, sondern wenn auch unser äusserer Mensch zerfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert- 1.Korinther 4,16"). Es ist die christliche Auferstehungshoffnung, dass der Tod nur der Durchgang zu Gott ist und wer stirbt, im Frieden und in der Gemeinschaft mit Gott lebt.Durch die Auferstehung Christi wird der Tod nun zum positiven Faktor und das Leben in einer höheren, leichteren, lichteren und freie- ren Dimensionssphäre weiter geht (Es gibt kein Todes- urteil für die, die in Christus Jesus sind, Römer 8,1). Wenn jemand stirbt, stirbt er in Gott zurück was Auferstehung bedeutet und hat deshalb eine neue Wohnortadresse. Weil dann die letzte Wirklichkeit Gott ist, ist der Tod weniger Zerstörung, sondern mehr eine Metaphormose; also nicht Minderung, sondern Vollendung, wo das Leben in das Monumentale gesteigert wird. Das Leben wird uns nicht genommen,sondern verwandelt wie es im alten Totengebet heisst "vita mutatur non tollitur" und erhält eine neue Zukunft. Wo religiöser Glaube vor- herrscht, hat der Tod im Christentum keine Macht. Auch wenn wir Gott im Leben finden, endgültig finden wir ihn erst im Tode. Wenn nichts mehr bleibt, auf was ich bauen kann und die Verzweiflung bleibt, dann ent- decke ich als Gläubiger " Gott oder das Absolute "als das eigentliche Fundament des Lebens.Wir verbringen unser ganzes Leben mit hof- fen und hoffen noch, wenn wir sterben", wie es der fran- zösische Philosoph Voltaire konnotierte. Es ist auch in Anlehnung an den Schrift- steller Franz Kafka,dass der Punkt erreicht ist, an dem es keine Rück- kehr in das raumzeitliche, biologische, irdische Leben mehr gibt, weil der Tod nicht mehr rückgängig gemacht werden kann und deshalb definitiv über-wunden wurde. Für Meister Eckhart kann Gott nicht anders als mich lieben. Seine Natur zwingt ihn dazu."Gott wird mir verzeihen. Das ist sein Beruf", steht auf dem Grabstein des Dichters Hein- rich Heine auf dem “Pariser Friedhof Père Lachaise",was das Gleiche bedeutet.
- Von der rückwärts-und nach unten gewandten Trauer- bewältigung im Diesseits (Trauer ist Vergangenes,Verwe- sendes nicht loslassen können) zur vorwärts-und auf- wärtsgewandten Trauerüberwindung im Jenseits,was einiger Übung bedarf (ich freue mich, weil zukünftiges Besseres und eine Entwicklung zurück (wäre Erinnerung) von ihrer Natur nicht geben kann)*.
*I.) ) Trauer ist die noch nicht überwundende Diesseits-Jenseits-Spal- tung einerseits und andererseits, dass wenn der Mensch stirbt, sich ausserhalb der Zeit befindet und dort keinen keinen Tod gibt.
II.) Dass der Tod nicht das Ende ist, gibt sie jedem schriftlich. Sie wurde auch gefragt, ob sie Angst vor dem Tod hätte und bekannte spontan. Nein gar nicht. Ich freue mich darauf. Denn der Tod ist
nicht das Ende, sondern ein strahlender Neubeginn, eine Neugeburt in eine andere Existenz.Der Mensch bleibt sich aber gleich.
* Frau Dr. Eliabeth Kübler-Ross, Nahtodforscherin.
- Von der Beerdigungszermonie durch ein geistliches Oberhaupt einer Amtskirche oder sonstigen Religions- gemeinschaft zur Trauerfeier überparteilich, konfes- sionsfrei, ohne Priesterlichkeit und weltanschauungs- neutral*.
* Die Trauerrituale sind oft nur noch zum kraftlosen Gerede und
"Grabgeschwätz "geworden*.
*Verfasser unbekannt.
- Von für den Tod und den Jenseitshimmel ist die Kirche, der Priester und der religiöse Glauben zuständig zur Sichtweise, dass für den Tod und den Jenseitshimmel nur ich alleine durch mein Sinnleben,durch das Unsterb- lichkeits-und Jenseitslernen zuständig bin*.
*I.) Am "grossen Gerichtstag" des Todes (Totengericht) bin ich nur als Einzelner und nicht eine Glaubensgemeinschaft vor Gott gestellt ist,weil nur in der Anerkennung der eigenen Individualisierung-Lebens-Bringschuld das einzige Eigentum ist,was den Einzelnen begründet ("Karmakonto"),was ausserhalb der gesellschaftlichen und demokratischen Sanktionen liegt. Dein Gott ist persönlich und auch nicht ein Gott einer anderen Religionen.Der Rechenschaftsbe-
richt ist fern von jeder Schuldzuweisung einer Strafwürdigkeit und es wird jetzt die innere, unverstellte Natur sichtbar und dass ich getauft worden und jeden Sonntag in die Kirche gegangen bin und "weiner-
liche Entschuldigungen sind bedeutungslos. "Von wenn man regel-
mässig in die Kirche geht und glaubt ein guter Christ zu sein zu dieses wird genauso als ein Irrtum angesehen,wenn man in die Garage geht und glaubt ein Auto zu sein"-Verfasser unbekannt).Die Beurteilung erfolgt meist aufgrund entwicklungsethischer Maßstäbe. Nach Meis- ter Eckhart hat das Leben nur so viel Wert, wie viel er von Gott (ent-
wickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit war und Zeitloses in der Zeit und Wesen- haftes im Wesenlosen geschaffen wurde.Der "imaginären abgespulten Vergangenheitsheit-Überwachungs-Him-
mels- Kamera" hält uns einen Spiegel vor und ihr bleibt nichts verborgen.
II.) Wenn Klartext gesprochen wird,wird er/sie nicht gefragt z.B. ob er/sie ein gute(r) Staatsbürger(in) gewesen ist, was die anderen gemacht haben, nach seinem Bekanntheitsgrad, wie viele Tore z.B. als Fußballstar einmal eingenetzt wurden oder wie viele Welthits er/sie gesungen hat, nach seinem Bank- kontostand, wie viele Kinder, welche Position, welchen Beruf, Besitz, für was er Zeit und Interesse hatte,welchen Heiligen wir geglichen und verehrt haben und wie löblich die Grabrede des Pfarrers war, sondern Auge in Auge nur nach seinem persönlichen Gottesverhältnis als die eigentliche Lebensleis-
tung d.h., ob er sich treu und entwicklungsehrlich als Wahrheitsliebe geblieben ist, das Bessere und Höhere im Hier und jetzt gewollt,was er für andere getan hat oder hätte tun können als Lebensprüfung, Lebenssinnaufgabe und geschenkte Lebensdankbarkeit.Nur die Weltwerte alleine lässt Gott nicht gelten.Die Kernfrage ist immer die nach der Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld, ob wir uns selbst gewesen waren, was ich aus meinem Leben transzendierend
gemacht d.h.,ob ich immer mehr meinen inneren Frieden im Unfrie-
den meiner Alltagswelt als Unsterblichkeitslernen gesucht habe. Nach Meister Eckhart lohnt Gott nicht nach der Größe und Vielzahl der Werke, sondern nur, ob sie in Gott und als Gotteswille vollbracht worden sind*.
* Der Mensch soll nicht suchen, weder Erkennen noch Wissen, noch Innerlichkeit, noch Eigennutz und Ehre, sondern einzig allein den Willen Gottes (weil alles ausser dem Willen Gottes ein nichts und wie "ein spielen im Sande" ist).
- Von fromm sterben lernen mit den kirchlichen Sterbe- sakramenten versehen, weil in religiösen Konventionen immer nur gelebt (der Pfarrer ist zuständig und es wird bei der Grabrede "geschluchzt" und jeder wünscht sich, dass es bald zu Ende ist) zu im tiefen Frieden sterben, weil ich meinem Leben einen Sinn gegeben, welcher das Leben überdauert und für die Nachwelt und für mich jetzt ein Segen ist und erst der Tod die Lebenskrönung war (Ein Angehöriger ist redezuständig und es wird bei einem Zwischenbericht viel geschmunzelt "weiß du noch" und jeder wünscht sich, dass das Redeende noch in weiter Ferne liegt).
- Von dem Verstorbenen in seiner Lebensrolle und Lebensleistung in Erinnerung behalten bspw. als Arzt, Nachbarn, Sparkassendirektor, Nationalmannschafts- mitglied, als Vater, als Sportwagenenthusiast (Gesell- schaftsbürger) zu dem Verstorbenen als einzigartigen Entwicklungs-Individualisierungs-Menschen als (po- tentiell) Besonderen in Erinnerung behalten,welcher der Welt jetzt fehlt und für die Nachwelt Spuren hinterlassen hat. Es ist das wundervolle, einzigartige in jedem Menschen, was sich nicht entfalten konnte und mit den Jahren verkrustete (Individual-Lebens-Sinnleistung*.
* Beim Tod ist jede gewesene Lebensrolle, jeglicher Bekanntheits- grad, aller Ruhm und alles Geld einfach nur lächerlich.
- Von der lebensabstrakten, religiösen Trauer-, Klage-und Trost-Sprache bei einer Beerdigung (wir wissen, dass er nicht mehr lebt und weinen) zur lebenskonkreten, natürlichen Sprache des Verstorbenen bei einer Beer- digung (er weiss, dass er lebt und lacht über das Beerdi- gungstheater.Weil es kein Bewusstsein vom Leben gibt, (nur Gegenstandsbewusstsein) gibt es auch kein Be- wusstsein vom Tod. Also kommt dem Verstorbenen nie in den Sinn, verstorben zu sein und würden deshalb das auch nicht verstehen).
- Von der äusseren Grabkultur(Gedenken an die Ange- hörigen, Todes-und Traueranzeigen, letzter Gang, pflegeintensives Familiengrab, Ruhezeitfristen zur inneren Lebensgrundgefühl-Verbundenheits-Grabkul- tur (an jemanden denken und mit ihm fühlen, Frieden mitbringen, ihn immer als Wirklichkeit im Herzen tragen, grabortloses Gebet,wenn wir an Dich denken lächeln wir und sagen; "weißt du noch" ?)*.
* I.) Die Traueranzeigen sind ein überholtes, zeitwidriges Spiegelbild einer oft nur entwicklungslosen Vergangenheit, wo der Verstorbene nur alt und älter geworden geworden ist und die Jahre an sich keinen Wert darstellen. Jeder kennt die vielen alltäglichen Todesanzeigen, welche die Unternehmen für ihre ehemaligen Mitarbeiter inserieren. " Über 48 Jahre bis zu seiner Verrentung hat er seine Arbeitskraft und ausgezeichnetes Fachwissen zur Verfügung gestellt. Seine Zuverläs-
sigkeit über Jahre gilt unser Dank. Er war ein vorbildlicher Mitar- beiter, der eine unersetzliche Lücke hinterlassen hat. Er war ein aussergewöhnlicher Mensch, der das Leben anderer erhellen konnte usw". Nach dem evolutionären Arbeitsverständnis sind aus der Entwicklungs-(bringschuld)brille betrachtet achtundvierzig Jahre in gleicher Berufs-und Tätigkeitsausübung im gleichen Unternehmen "verlorene Jahre" und kein lobenswerter Arbeitswert. Es war damals
so und es ist heute auch mehrfach so, dass der erlernte Beruf erst
mit dem Renteneintrittsalter endet. Der Beruf wird nur aufgegeben, wenn er in eine Krise gerät. Jede Arbeit dient aber dazu, diese überflüssig zu machen und zur berufenden Arbeit zu gelangen. Das Leben ist aber auf Wachstum, und nicht auf Wiederholung und Beharrung ausgerichtet. Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und ent- wicklungsarm. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Es ist ein Überwindungssymbol und Sinn- bild für den nächsten zyklischen Entwicklungsschritt. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer wieder im Kreise herum zu laufen.Es wird eine Zeit kommen, wo arbeitsgesetzlich z.B. 35 Jahre an der Kasse in der gleichen Tätig- keit nicht mehr möglich ist.
II.) Man lernt einen Beruf ohne dass dieser einen Lebenssinn hat. Es stellt sich die Frage, ob z.B. die ersten drei Berufsausbildungsjahre als Berufsfindungsphase die nächsten 48 Lebensjahre bestimmen und ich als Arbeitnehmer, um des "Arbeitsplatz-Erhaltenswillens " an meinem Leben vorbei und ohne wirklichen Sinn lebe, weil der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf ein anderer geworden ist (Aussitzen- mentalität). Jede (Arbeits)zeit ohne Entwicklung bleibt dann vergeudete Lebenszeit (Entwicklungsmentalität).
- Von der Trauerrede, biblische Glaubensworte, Trost- worte, fromme Worte,schöne Worte,freudlose Worte, Tränenworte (Bewusstseins-Sollzustand, aber der Tod lässt sich nicht durch schöne Worte schön reden) zu den stillen Gedanken, Lebensworte, Lebensinnworte, Dankensworte, freudige,humorvolle Worte und nur die Wortlosigkeit des Daseins genügt, weil es für das Jenseitige keine Worte gibt (Bewusstseins-Ist-Zustand)*.
* Unsere Sprache ist für die grobstoffliche Welt ausgelegt und eine
Wirklichkeit hinter der sichtbaren Welt der feinstofflichen, viel komplexeren Welt zu erfassen schweigt die Sprache und wird Be- wusstseins-und Gefühlsschwammig und wissenschaftsaussage- untauglich.
- Von der allbekannten Todesanzeige, dass er nach seinem verdienten Ruhestand viel zu früh von uns gegangen ist (Menschenwille)zur Todesanzeige, dass sein grosses Verdienst (für alle) das Abtragen seiner Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld und im Frieden von uns gegangen ist (Lebenssinn).
- Von einem sinnlosen Leben, welches immer noch hohe gesellschaftliche Akzeptanz besitzt und nicht hinterfragt wird zu der Sinn des Lebens kann nur im Erdenleben geschaffen werden.
- Von dem Grabsteinssinnpruch "was ich alles gewesen bin, geleistet und hinterlassen habe war nichts zum Sinnspruch "was ich suchte, erkannt habe, gewesen bin und noch sein werde, nur das ist alles.
- Von ein Grabstein beinhaltet in der Regel den Namen des Verstorbenen sowie das Geburts- und Sterbedatum. (Diese Angaben können als vollständige Daten (Tag, Monat, Jahr) oder vereinfacht nur mit den Jahreszahlen angegeben werden) zu wenn es nur ein Leben gibt und wenn ich den Mystikern glauben schenken darf, dass ich weder geboren noch sterbe werde, dann sind das Geburts-und Sterbedatum überflüssig und nur der Name bleibt als Erinnerungswert erhalten.
- Von der verzweifelten Trauerklage "mein Gott warum hast du mir meine geliebte Frau genommen " zur theo- logischen Trosterkenntnis, dass wir nicht uns und anderen, sondern im Allerletzten nur Gott gehören. Wenn jemand stirbt, stirbt er in Gott zurück. Weil dann die letzte Wirklichkeit Gott ist, ist der Tod weniger Zer- störung, sondern mehr eine Metaphormose; also nicht Minderung, sondern Vollendung. Alles kehrt wieder zu Gott dem Ursprung als ein entwicklungsgeschichtliches Gesetz zurück. Gottes Wege können in die Ungewissheit der Dunkelheit führen, aber sie enden immer im Licht. Es war seinen Hand die hineinführte und es ist seine Hand, die auch hinausführt.
- Von dem Friedhof als Sarg- und Urnen-Bestattungs-und Begräbnisplatz für die letzte Ruhestätte und Grablegung der Verstorbenen (meist nach religiösem Ritus bestattet) zu wenn das Leben weiter geht, ist der Friedhof ein leerer Ort,weil "die so genannten Toten" immer nur dort zu finden und zu Hause sind (weil das Leben kein Verfall- datum hat), wo sie sich zu Lebzeiten am liebsten aufge- halten haben und nicht an einem düsteren, drückenden Ort, wo Trauer und Verwesungs- stimmung vorherrscht und deshalb von einem Kenta- grab (Scheingrab) gesprochen wird. Darüber hinaus stirbt der Mensch nach religiösem Verständnis "in Gott hinein" und dieser ist bestimmt nicht in der dritten Grabreihe-Nr.27 zu finden*.
*I.) Am Friedhof liegt nur die leere Hülle (leblose Urnenasche) begra- ben, sagt Sterbeforscher Bernard Jakoby.
II.) " Friedhöfe sind ein lebensfeindlicher Ort, weil dort der Geist
des Verfalls waltet. Zudem müssen alle Grabsteine umgemeisselt werden, denn die Ruhenden sind gar nicht tot , sondern nur ihre verwesenden Körper, ihre Urnenasche und ihre Grabsteine liegen hier" *.
* Quelle unbekannt.
III.) Der Friedhof hat keine lokale Bedeutung, wenn wir erkannt haben, dass wir überall mit unseren Verstorbenen kommunizieren können. Ich brauche diesen Andachtspunkt nicht mehr. Gedanken wirken unabhängig von Ort und Zeit. Andererseits ist das Grab aber ein lebendiger Erinnerungsortspunkt, weil die Gedanken im Alltag an-derweitig abgelenkt sind.
IV.) " Du bist nicht mehr da wo du warst, aber du bist überall wo wir sind"*.
* Victor Hugo, französischer Schriftsteller.
- Von der religiösen Frage, was kann und soll ich tun, damit ich" selig" werde zu wenn ich das Bessere im "Hier und Jetzt und heute" tue was ich tun kann, das genügt, um" selig" zu werden.
- Vom dem christlichen Jahrgedächtnis (auch Jahresamt, Jahrzeit oder Jahresgedächtnis genannt) ist ein Ge- denkgottesdienst, der ein Jahr nach dem Tod einer Person gefeiert wird. Es ist die traditionelle Abschluss- feier des Trauerjahres zum Freuden- und Festtag ge- dächtnis,welches der Trauer entgegengesetzt wird, weil z.B.Nach der Sterbe-und Nahtodforscherin Frau Kübler-Ross (ca. 2000 Nahtodberichte) aber auch vielen anderen Nah-und Sterbetodforschern der Tod, welche eine Nah- toderfahrung hatten ein strahlender Neubeginn, ein glückseliger Zustand des Friedens, voller Gesundheit, erst jetzt ein richtiges Leben ist, mit dem Garten Eden und die Wirklichkeit, welche sich offenbarte als das, was als Wohnort Gottes bezeichnet wird, verglichen wurde und auch nie mehr in das bisherige Leben zurück wollten. Sollte dieses nicht alleine überzeugen,gilt der Grundsatz, dass es ausserhalb der Zeit keinen Tod gibt. In der geistigen Welt gibt es weder Raum noch Zeit und daher keinen Tod. In der Ewigkeit, weil alle Zeit, kann deshalb auch keine Zeit eingehen. In der nichtlinearen Zeit existieren Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit. Die Zeit ist stillstehend. Deshalb entfällt auch jedes Zeitgefühl. In der Ewigkeit sind eine Minute und zehntausend Jahre gleich wahr und deshalb wird das (zeitliche) Jahrgedächtnis zum ad Absurdum führt.
- Von dem warum musste sie so früh schon sterben zur trostlosen,nüchterden Tatsache, dass wir uns nicht selbst gehören, sondern Gott. Meine Frau ging nur zu ihrem Besitzer zurück als mein Nachfolger zurück.Auch wenn sie meine Frau ist,habe ich nicht das letzte Wort. Gott ist ihr näher als ich jemals war,Weil es so wie geschehen der nicht nachvollziehbare Gottes Wille war, war es das Allerbeste.Gott hält sein Wort.
* Warum ist der Tod des anderen für uns ein Anlass als Macht zu geniessen ? Die Überlegenheitsgefühle des heutigen Friedhofs- flaneurs sind nicht der Glaube an die Unsterblichkeit, sondern eine Ausdrucksform eines fehlgeleiteten Egos des Menschen. Es ist absurd zu glauben,dass der Mensch seine Lebenslänge nur um einen Tag hinauszögern kann,welcher mit seinem Lebensauftrag festgelegt ist.
- Von den jetzigen vergänglichen Friedhofs-Grabkreuzen zur Vision,dass eine Zeit kommen wird,wo jedes Gehirn als Genie der Selbstevolution in Spiritus konserviert wird und auf dem Friedhof keine vergänglichen, befristete (Ruhezeit)grabkreuze, sondern nur noch unvergängliche, mahnende Denkmäler stehen werden *.
*I.)" Eile herbei, dass du schauest sein treffliches Werk " schrieb Goethe in seinem Essay " von deutscher Baukunst ".Für ihn war das Gotische der Inbegriff des Freien, Charakteristischen und Authen-
tischen und gegen die Architektur der Italiener und Franzosen gewendet. Das Frühwerk wurde inspiriert durch die Schönheit des Straßburger Münsters und ist auch eine Hommage an dessen Archi- tekten und Miterbauers Erwin von Steinbach, der kein eigenes Denkmal braucht, über das die Ameisen wandern, weil die West-
fassade des Münsters als sein Werk das schönste Denkmal ist. Ohne Enthusiasmus ist nach Goethes Auffassung eine Kunst nicht denkbar.
II.) Von den Todesanzeigen für den Schwager, den Opa und der Ehefrau zu der Todesanzeige, dass er ein Freund der Menschheit war. Barcelona trauert um Clublegende, welcher mit 68 Jahren an Herz- infarkt gestorben ist oder Mutter Theresa stirbt mit 87 Jahren in Kalkutta. Bei dem einen trauert die Familie, der Fußballverein und bei der anderen die ganze Welt.
III.) " Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte"*.
* Heinrich Heine (1797-1856) deutscher bekehrter Skeptiker, Spötter, Journalist, Dichter, Erzähler, Romancier auf dem Sterbebett.
IV.) Siehe auch Individualgeschichtlichkeit
- Von einer (Pflicht)trauerbekundung eines bekannten Sportlers und Olympiasiegers durch den Präsidenten eines Landes zu einen ehemaligen Freizeitläufer, der kurz vor der Laufveranstaltung verstorben war und vor dem Start von den anwesenden Läuferfeld mit einem langen und lauten Klatschapplaus nochmals als psychsisch Anwesender verabschiedet wurde.
- Von der traditonellen Beerdigung zur Reerdigung/Kom- postierung z.B. für Naturliebhaber als alternative Beerdi- gungskultur*.
* Zur Zeit in Deutschland nur im Bundesland Schleswig Holstein erlaubt. Von dem Glauben an die Ganzheitstod-Theorie einer kühlen, skeptischen wissenschaftlichen Vernunft, dass hinter der Fried-
hofsmauer alles zu Ende ist und das Weiterleben nach dem Tod, die Unsterblichkeitslehre der menschlichen Seele ablehnt und Leib und Geist begraben wurde zu je grösser diese Lebens-Tod-Spaltung ist, desto mehr gerät der Glaubende unter das, was er als unerklärliches Schicksal empfindet und darunter leidet.
- Von einem kirchlichen Begräbnis zu einem stillen unreli- giösen, laizistischen Begräbnis über alle Glaubensbe- kenntnisse und Konfessionen hinweg, wo man seine Spi- ritualität auch leben kann ohne einer Weltanschauung anzugehören*.
* Kommentar: Oft hat mich diese rituelle Armut und Nüchternheit überrascht, die bei laizistischen Begräbnissen oder Einäscherungen vorherrscht. Da wurde kein Wort über den Verstorbenen selbst gesagt, nichts, was seinen Lebensweg und seinen Lebenssinn würdig-
te. Es gab keinen Gesang und kein Gebet. "Alles war kalt wie Hunde-
schnauze".
- Von der (Trost)grabrede der alten Wertezeit ( Trauer lässt das Bessere nicht zu) zur (Freude)grabrede einer neuen Wertezeit ("ein aufreissen von Fenster und Türen" für das Bessere)*.
* Besonders bei längerer Krankheit gilt: Vergangenheit war die Hölle und die Zukunft ist der Himmel*.
* Quelle unbekannt.
- Von einem kirchlich, christlichen begleitenden Begräbnis welche von Trauer, Totenmesse und von bedrückender Tränen-Athmosphäre geprägt ist zur paradoxen Frage, warum keine Freude und Frohsinn vorherrscht ? Das Christentum bietet ja Erlösung und Befreiung vom Leiden an und für den glaubenden die leibliche Auferstehung. Sie haben jetzt ihren Frieden (Gott ist Frieden).Durch den Tod Jesus Christi am Kreuz wurde unser Tod umgewan- delt und geht über den Tod hinaus. Wo religiöser Glaube vorherrscht, hat der Tod im Christentum keine Macht. Für die dahingeschiedenen wird Gott sorgen, dass sie in einer anderen Welt fortgebaut und vollendet werden. Wenn das kein Grund ist sich zu freuen,über was kann man sich noch mehr freuen*.
* Gott wird mir verzeihen. Das ist sein Beruf, steht auf dem Grabstein des Dichters Heinrich Heine auf dem “Pariser Friedhof “ Père La chaise. Von dem Tag des Gedenkens an alle verstorbenen Gläubigen der römisch-katholischen Kirche zum Tag des Gedenkens an die (Weiter)lebenden, welche nicht mehr unter uns weilen und nur früher gegangen sind und jeder von uns "totsicher" nachkommt.
- Von der klassischen Friedhofsbestattung, welche nur noch 25 % der Deutschen wählen zum Beerdigungs- wunsch zu Hause beerdigt zu werden z.B. unter einem selbst gewählten (Erinnerungs)baum im eigenen Gar- ten.Der Baum steht für die Synthese von Himmel und Erde. Er wird als ein Zeichen für das Leben und Licht betrachtet. Zum einen symbolisiert die Gestalt und das Wachstum die Entwicklung des Menschen an sich. Zudem verdeutlicht der Jahreszeiten-Zyklus des Baumes auch den Lebenszyklus und diese Baumeigenschaften werden von der (Urnen)asche assimiliert.Diese Baumbestat-tungsart an einen Wunschort ist in Deutschland möglich.
- Man hört und liest,dass ein prominenter Mensch mit z.B. 82 Jahren verstorben ist d.h., unvorbereitet in ein tiefes Loch gefallen und in ein Nichts gestorben ist zu wo der Mensch sich in den letzten Lebensjahren mit dem Unsterblichkeits-und Jenseitslernen befasst und vorbe- reitet und deshalb angstlos, weil er weiss was auf ihn zukommt als nächster Lebensschritt im nachtodlichen Weiterleben und deshalb in ein alles fällt*.
*I.)Das Jenseits ist die allumfassende Wirklichkeit und das viel Grös-
sere, worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen. Jeder Kultur-
träger will auf etwas (Jenseitiges) hinweisen und die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was den Menschen übersteigt, was man noch nicht ist und als Menschenaufgabe verwirklicht werden soll. Das Ende der Evolution wäre, wo Diesseits und Jenseits eins wären und damit der Dualismus, den die Philosophen Platon und Aristoteles in die Welt gebracht haben, überwunden.Aber der Mensch befindet sich nur mit einem Teil seines Wesens innerhalb der natürlichen Schöpfung (Diesseits=Bildungs-Kultur-und existentielles Lernen aber mit einem anderen Teil seines Wesens, was ihn als Menschen charakterisiert, befindet er sich aus- serhalb der Schöpfung (Jenseits=Entwicklungs-Kultur-und Unsterblichkeitslernen), so dass er in zwei Welten lebt, für beide Welten zum Lernen gezwungen wird und die Lebenslernsicht-
weise aufgegeben wird, als wenn es kein Jenseits gäbe. Die Fragen des Menschen sind existentieller und persönlicher weltlicher Natur und nicht wo er herkommt kommt und wohin er einmal gehen wird.Ich bin aber als Diesseitsmensch zu einem Doppelleben und Doppelblick nach innen (reli- giös) und aussen (säkular) gezwungen, führe eine bewusste und unbewusste Existenz und muss leben wie ein unsterb-
lich Sterblicher zugleich. Für die bisherigen Generationen war nur
das Diesseitsbildungslernen Schulnormalität, für die jetzigen Gene- rationen wird und muss das Jenseitslernen ohne dass es (r)evolu-
tionär klingt, zur ausserschulischen Selbstverständlichkeit werden. Das Leben wird dann nicht nur im jetzigen Leben, sondern auch in der Ferne verstanden (Eschatologie). Neuerdings wird unstrittig das Jenseits als die dazugehörige Rückseite der Le- bensmedaille, wo die Dualismusspaltung aufgehoben ist interpretiert, weil es nur Einheit und ein Ganzheitsbewusstsein gibt und das Jenseits ein überholter,
anachronistischer,unbeleuchtender Begriff darstellt. Weil der Dies-
seits-Jenseits-Dualismus im nicht-linearen, raum- und zeitlosen Be-
reich aufgehoben ist geht naturzwangsläufig das Leben weiter. Es gilt der quantentheoretische Grundsatz, dass alles bekanntlich mit al-
lem zusammen hängt und weil das Ganze nur ein Einziges und eine Einheit ist, deshalb keine Zweiheit einer Dualität geben kann.Die moderne Physik und Kosmologie haben das Bild vom Universum (lat. universus „gesamt“, von unus und versus „ in eins gekehrt ") als ein unteilbares, dynamisches grosses Ganzes unwiderruflich bewiesen.
II.) Die Bildungskräfte sind zu schwach und reichen für das Jenseits-
lernen nicht aus.Der Hinweis,dass das Jenseitslernen eine Entwick- lungs-Individualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit darstellt, übt noch keine Lernmotivation aus, welche erst bei Ent-
wicklungsreife (Nr.782)/ (Gnade)) gegeben ist. Wer aber von der Unsterblichkeit eines Weiterlebens überzeugt ist, erkennt den dringenden Notwendigkeitssinn und beschäftigt sich immer mehr als "Inves- tition in die Zukunft" damit, ohne dass mit "der Hölle" gedroht wird und wenn er stirbt, nicht unvorbereitet in ein dunkles Loch fällt ("Après moi le déluge") und nur in ein sinnloses Nichts hinein stirbt.
Je banaler die Wahrheit desto grösser ist die Sicherheit, Selbstver- ständnis- und Lebenswirksamkeit ( Binsenwahrheit z.B. "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen").Aber je tiefer, bedeutsamer, er- kenntnis-und folgenreicher die Wahrheit (z.B. wissenschaftliche, mo- ralische, religiöse Wahrheit (eines "Jenseitslernens"),umso geringer die Sicherheit,Selbstverständlichkeit und Nachfolgewirksamkeit).
Das Jenseitige existiert im weltlichen Sein und der Mensch darf sich nicht damit abfinden, dass Gott nur in der einen Hälfte (Jenseits) zu Hause ist, aber nicht in der alltäglichen, lebendigen Wirklichkeit (Diesseits). Wir befinden uns in mitten einer neuen Weltstunde, in der sich die letzte im Diesseits bereits zu diesem (un)religiösen Jenseits-Lernen-Ereignis befindet.
- Von z.B. meine Frau ist verstorben und ich trage sie im Herzen immer bei mir (Trauererinnerungen sind Vergangenheitstränen) zur Trauerüberwindung, weil der nicht-existente Diesseits-Jenseits-Dualismus überwunden wurde und die Verstorbene für mich weiterlebt und das so wirklich ist "wie die Hand am eigenen Arm".Sie wartet nur auf mich, ist nicht von mir, sondern nur vor mir gegangen, aber die Lebenspartner- schaft/Ehe über den Tod hinaus weitergeht,weil das Leben nicht endet und die Beziehung sich nur vollendet. Eine Wiederverheiratung wäre die Spaltung akzeptiert. Es war ja kein Eheaus zu Lebenszeiten, sondern eine Bezie- hung ohne Ende.Weil die Lebenskraft nach Trennung des Geistes vom Körper im irdischen Tode beim Geist bleibt und Träger des Gefühls ist, so kann der vom Körper getrennte Geist die selben Empfindungen haben wie der Geist, der noch mit dem materiellen Körper verbunden ist.Darum ist der Geist genauo freud-und leidensfähig wie im irdischen Leben. Sie haben die gleichen Empfin- dungen wie die Menschen.Ferner sehen sie ihren Geist- leib als einen materiellen Körper an, weil er dem irdi- schen Leib nach Form und Gestalt vollkommen gleich ist. Ausserdem ist die Erinnerung an den irdischen Tod aus- gelöscht und diese wissen gar nicht,dass sie tot sind. Deshalb würde sie eine Wiederverheiratung/neue Lebenspartnerschaft überhaupt nicht verstehen.Trauer ist immer nur rückwärtsgewand und auch wenn an das Leben danach nicht geglaubt oder dieses unstrittige Faktum nicht gewusst wird. Meine Frau ist immer unsichtbar,gestaltlos anwesend, im Diesseits jenseitig, kurz mal weg und die Sterblichkeit ist nur mit der Unsterblichkeit vertauscht. Es ist das Paradoxon,je weiter und länger man z.B. von seiner Frau entfernt ist, desto näher ist man Ihr. Ein zwischenzeitliches, jetziges, gespürtes realexistierendes, geistiges Dasein genügt mir. Durch ergreifen des "Jetzt" kommen wir zum Zeitlosen, Ewigen. Die Zukunft ist auch nur ein " ewiges Jetzt". Der Tod ist nach der Sterbeforscherin Frau Dr. Kübler Ross ein strahlender Neubeginn, ein neuer Lebensabschnitt und eine Neugeburt in eine qualitativ höhere Existenz und deshalb keiner, wie die Nahtodforschung bestätigt, mehr in das "Leben eins" zurück will.Dieser Sachverhalt ist kein spekulatives Abtriften ins Nirwana, sondern ein nachvollziehbares Faktum.Das sichere Wissen,dass sie/er glücklich ist in ihrer/seiner Weiterlebenswelt.Das genügt mir.Dieser Sachverhalt steht konträr,was die Bibel zu einer Wiederverheiratung nach dem Tod des Ehepart-ners sagt (Deshalb grosse Lebensvertrauens-Zukunfts-Vorfreude)*.
* Was sagt die Bibel zur Wiederverheiratung ?Darf eine Person erneut heiraten, nachdem er/sie verwitwet ist? Die Bibel ist nicht gegen die erneute Ehe nachdem ein Ehepartner gestorben ist, in manchen Fällen ermutigt die Bibel dazu sogar (1. Korinther 7,8-9; 1. Timotheus 5,14). Die Wiederheirat nach dem Tod des Ehepartners ist also durch Gott erlaubt.
- Von der Beerdigung des lieben Mannes in jungen Jahren, wo eine neue Wiederverheiratung landläufig die Regel ist (Treue bis euch der Tod scheidet) zu wenn das Leben unsterblich ist, das Leben weitergeht und es den Tod nicht wirklich gibt,warum soll die Ehe auch nicht weiter gehen.Mit ihr teilte ich mein Leben lang heisst dann auch nach dem Tod.Alles andere wäre ein eheliches Mißver- ständnis (Was zusammen gehört, kann auch der Tod nicht scheiden. Eine Wiederverheiratung wäre kein Zuende bringen des gemeinsamen Entwicklungsweges)* .
*I.) Die Eheformel "bis der Tod euch scheidet" (bzw. "bis dass der Tod uns scheidet") ist ein traditioneller Bestandteil vieler Eheversprechen. Sie drückt die lebenslange Gültigkeit der Ehe aus, die nur durch den Tod eines der Partner endet. Diese Formel ist sowohl in kirchlichen als auch in standesamtlichen Trauungen üblich und müsste umgeschrie- ben werden,weil es den Tod nicht gibt.
II.) Weil das Leben weiter geht, geht logischerweise auch eine z.B.
lang andauernde Ehe/Partnerschaft weiter und die vorüber- gehende Trennung ist kein Grund, nicht zu warten und sich z.B. zwischenzeit-
lich wieder zu verpartnerschaften, was kritisch aus der undualisti-
schen Sichtweise interpretiert als ein "Vertrauensbruch und eheliche Untreue" gesehen wird, weil nur ein neuer Lebensabschnitt begon-
nen hat. Die Beziehung ist erst einmal zur Ruhe gekommen.Nicht ein Neuanfang, sondern die Vollendung der Ehe/Partnerschaft ist die Aufgabe der/des Hinterbliebenen. Die sinnliche Beziehung wird zur
sinnenhaften Beziehung,was ein Lernprozess darstellt, weil die sinnliche Erscheinung stärker ist als das abstrakte, seelische Wesen hinter der Erscheinung. Der Mensch ist nicht nur Geist, son-
dern auch sinnlicher Mensch und der Körper hat Bedürfnisse und funktioniert nach anderen Gesetzen wie der Geist. "Du gehst ihnen nur voraus und bald werdet ihr euch wieder sehen und in die Arme schliessen ! Dieses ist eine ernst zunehmende Erkenntnis aus den vielen Nahtod-Berichten der modernen Sterbe-und Nahtodfor-
schung.Diese Glaubenssichtweise ist noch kein Allgemeingutwissen, sondern erst einmal durch Herantasten gewöhnungsbedürftigt*.
* Du bist nicht mehr da wo du warst, aber du bist überall wo wir
sind*.
* Grabsinnspruch.
- Von jeder/jede Trauernde empfindet den Verlust z.B. seines geliebten Partners individuell verschieden zum Beispiel des nachstehenden beschriebenen Einzel- schicksals
- Von dem traditionellen Grabsteinfriedhof als"Toten- acker" zu Friedhöfen, welche zu Parkanlagen mit Gedenktafeln umgewandelt worden sind und der Friedhof als Naturruhe,Bestattungs-und Friedewald umbenannt wurde*.
* "Der Mensch ist dort, wo seine Seele ist, nicht dort, wo sein Körper sich befindet"*
* Mahatma Gandhi, Rechtsanwalt.
- Von dem Tod meiner lieben Frau und Partnerin im 79.Lebensjahr und der quälerischen Frage,warum ihr nicht noch ein paar Jährchen Lebensjahre gegönnt waren zu es wären aber wahrscheinlich z.B. zehn weitere entwicklungslose und sorgenlose Wiederholungjahre des Reisens,der Einladungen in einer fröhlichen Gesellschaft, des Shoppings und Unterhaltung geworden zur Fest- stellung, dass das Leben auf Wachstum, und nicht auf Wiederholung und Beharrung ausgerichtet ist. Wieder- holung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist unge- schichtlich und entwicklungsarm. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer wieder im Kreise herum zu laufen.Jede Lebenslänge und Lebenssinn ist mit einem Lebensauftrag verknüpft,welcher "in Gotteshand liegt" und wenn dieser Ende gebracht ist, nur Dankbarkeit das Schlusswort für die langen Jahre des Zusammenlebens sein kann (der Sterbezeitpunkt des Lebenssinns kann oft erst im nach hinein erkannt werden). Nur wegen der Ungewissheit des Sterbezeitpunktes baut der Mensch seine Luftschlösser, als wenn er ewig leben würde und das Sterben und der Tod werden ausgeblendet und verdrängt anstatt sich mit dieser nächsten "Weiterlebensphase" auseinander zu setzen.
- Von Angehörigen, welche weit weg leben, keine Zeit und Gelegenheit haben für regelmässige Grabbesuche und Grabpflege und deshalb ein schlechtes Gewissen haben zum Internet als Trauerforum, wo man mit den Verstor- benen weiter korrespondiert und sein Beileid und seinen Dank bekundet*.
* Es ist inzwischen möglich in dem Grab- und Gedenkstein schwarz-weiße Pixelquadrate einzumeißeln und die sogenannten QR-Codes lassen sich mit dem Smartphone einscannen. Diese führen direkt
auf eine Webseite im Internet, auf der man Näheres über den Verstorbenen erfahren und auch Fotos von ihm finden kann. Statt Traueranzeigen werden Online-Portale und virtuelle Kondolenz- bücher eingerichtet, welche die Möglichkeit bieten eine Beileids-
nachricht zu hinterlassen und Erinnerungen über ihn und mit ihm austauschen. Sogar virtuelle Gräber können angelegt und weiter online gepflegt werden*.
* In inhaltlicher Textanlehnung " Was von uns bleibt" von Mathias Schreiber.
- Von den Verstorbenen ehrenden schwarzen Kleider-Trauerfarbe zu farbigen kleidern und sportlichem Dress- code bei Beerdigungen oder Wegfall einer Kleiderord- nung, weil der Verstorbene dieses ausdrücklich gewünscht oder auch testamentarisch festgelegt hat*.
* Seit langem steht die Farbe schwarz vor allem bei Kleidung für Trauer. Im Mittelalter stand die Farbe schwarz für Wohlstand und
war wegen der Färbung einer der teuersten Farben, welche sich nicht jeder leisten konnte. Die Farbe schwarz hat sich in Europa und Amerika etabliert. Es ging also darum, den Verstorbenen mit seinen schönsten Kleidern zu ehren.
- Von der Grabsteininschrift geboren z.B. im Jahre 1920 und verstorben im Jahre 2024 und die Bewunderung durch das hohe Alter geheiligt zur Erkenntnis, dass ein biblisches Alter alleine noch keinen Lebenssinn darstellt. Nur wenn das Leben seinen Sinn hatte, bekommt es einen Wert und "das länger leben und älter werden" seine tiefere Bedeutung. Dem Leben liegt ein Lebens- auftrag inne, was der Lebenslänge einen Sinn gibt. Ohne Entwicklungs-Individualisierungssinn ist jedes Einzel- leben ein grosser Lebensirrtum und es bleibt gleich, ob jemand z.B. nur 50 oder sogar 105 Jahre alt wird. Ein Jahr Entwicklungsindividualisierungszeit wird als grösserer Wert angesehen, als " nur " 100 Jahre alt geworden zu sein. Ein langes Leben macht einen Menschen nicht gleich besser und glücklicher. Seinem Leben hat man einen Sinn gegeben, wenn später auf dem Grabstein die Worte "non inutilis vis" zu lesen sind (Ich habe nicht unnütz gelebt)*.
* Wenn de Lebensleistung in Schutt und Asche gelegt werden kann und Erbstreitigkeiten auseinander gesetzt ist zeigt, wie sinnlos das Leben war.
- Von dem Tabubruch sich als Witwer oder Witwe nach einer Trauer-Warte-Karenzzeit ohne schlechtes Gewissen wieder zu verehelichen,obwohl vor dem Altar ewige Treue geschworen (Ewigkeit ist immer) zu dass es bei einer bisherigen Liebes-und Seelenbeziehung diese Wiederverheiratung kritisch betrachtet ein Vertrauens- bruch und "Fremd gehen" darstellt, weil das (Ehe)leben auch dort ewig weiter geht, bis man sich wieder in die Arme schliesst und die (Seelen)beziehung dort weiter führt und vollendet. Weil man zusammen gehört, sollte jede weitere Verpartnerung tabu sein. Man war ja bis zum Tod nicht geschieden oder getrennt lebend.Weil das Leben weiter geht, geht auch die Beziehungs/Ehe(treue) weiter.Es war ja kein Eheaus zu Lebenzeiten, sondern eine Beziehung ohne Ende.Weil das Jenseits als "weisses Gebiet" betrachtet wird, fehlt die letzte Konsequenz dieses auch zu tun (weil es keinen Tod gibt, gibt es auch keine Trennung).
* Die Trauerbewältigung wird zur Beziehungsbewältigung und diese geht weiter wie bisher. Das vermag alles befremdlich klingen.Nur die selbst gemachte Erfahrung ist über allen Zweifeln erhaben.
- Von den Verstorbenen, welche ihre materielle Lebens- leistung als Erbe hinterlassen haben, aber diese nur die unsichtbaren, vorausgegangenen Weiterlebenden sind. Die Hypothese lautet, dass es kein Weiterleben ohne den Tod gibt. Der Tod ist keine Niederlage, sondern nur die Fortsetzung und Teil des Lebens. Weil das Erbe oft Erb- streitigkeiten auseinandergesetzt ist und auf vielem Erworbenen noch Unfrieden liegt und auf jedem Ver- mögen Schulden einer Entwicklungsschuld lastet, ist es die moralische Pflicht, der untestamentarische, innigs- ter Vererbungswunsch und das allererste Gebet für den/die lebenden Erben, diesen Unfrieden (Schuld) zum Frieden werden lassen und damit auch der Verstorbene in dieser Erbsache loslassen und zu seinem Frieden kommt, weil eine Weiter(friedens)entwicklung in der Geistwelt für den Verstorbenen nicht möglich ist. In der reinen Geist-welt sind deshalb erst einmal keine Besse- rungs- und Optimierungs-Aufstiegs-und Qualifizierungs- stufen einer Entwicklung möglich.Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwicklungs-Lebens-Wider- spruchsreizen des praktischen Alltagsweltlebens gege- ben ist. Eine Weiter- entwicklung in der inneren Welt kann nur über den Umweg des Informationsaustausches der materiellen, sinnlichen Welt als Erkenntnismittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Zweck geschaffen werden.Aussen und innen,Diesseits und Jenseits sind unlösbar mitein- ander verbunden*.
*I.) Weil dass letzte Hemd keine Taschen hat", wo etwas besitz-
mässiges mitgenommen werden kann, wird mit dem Tod aber der " Entwicklungs-Individualisierungs-Bring-Schuldsaldo einer Entwick- lungslosigkeit" mitgenommen, was ich aus dem Leben gemacht oder nicht gemacht habe.
II.) Wenn die These zutreffen sollte, dass es im " Jenseits-Totenreich " weder Tun noch Selbsterlösung nach dem Kirchenlehrer Alfons Maria von Liguori gibt, im anderen Leben keine Zeit mehr da ist zu wirken, kein erwarten von Verdiensten, keine Weisheit, keine Chance mehr besteht, Gutes zu tun, keine Gelegenheit mehr gibt, sich zu entwick- eln, um sich zu vervollkommnen, denn die Seele verliert ohne die Körperlichkeit die Möglichkeit sich entwickelnd durch De-und Entmaterialisierung zu verbessern, weil sie ihres Weltbezuges und den Weltwerkzeugen beraubt ist.
III.) Diese Alfons Maria von Liguori-Aussage, dass im Jenseits keine Entwicklung mehr möglich ist, findet wiederum auch ihre wissen- schaftliche Bestätigung in der Quantenphysik und ist identisch mit dem Zeit-und Ewigkeitsbegriff in der Relativitätstheorie.Die innere (Geist)welt ist nur reine Information. Daher kann sie aus sich heraus nichts Neues schaffen. Eine Weiterentwicklung in der inneren Welt kann nur über den Umweg des Informationsaustausches der materiellen, sinnlichen Welt als Erkenntnismittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Zweck geschaffen werden und die vielen schönen Dinge und aller Besitz, welcher nach dem Tod wertlos geworden sind, haben ihren eigentlichen Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn be-
kommen. Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwicklungs-Lebens-Widerspruchs-Reizen des praktischen Alltagsweltlebens gegeben ist. Entwicklungsverbesserung ist immer nur solange möglich,wie die alles veränderte Zeit währt. Deshalb ist das Jenseits immer diesseitig, weil die Seelenentwicklung nur in dieser Welt erfolgen kann. Unsere Beziehung zur Welt ist das einzige Mittel, durch das wir eine Veränderung der Seele erreichen können. Aus dieser Sichtweise würde die Reinkarnationstheorie der Wiedergeburt als neue (Ent- wicklungs)chance Sinn machen*.
IV.) Entwicklungsverbesserung ist aber immer nur solange die alles verändernde Zeit währt. In der Relativitätstheorie definiert sich die Zeit erstrangig als eine Bewegungsdauer. Wo sich nichts bewegt und verändert, da vergeht keine Zeit, so dass da auch keine Zeit ist. Die Zeit wird ja nicht durch die Uhr bestimmt, sondern durch die (Ent- wicklungsprozess)bewegung. Die Ewigkeit, weil alle Zeit, kann des-
halb auch keine Zeit eingehen. Man erfährt keine Zeit, wenn sich nichts verändert, während etwas anderes unabhängig von einem in derselben Zeit stabil bleibt. Und wo keine Zeit ist, passiert, verändert und entwickelt sich nichts und da ist auch keine Evolution. Die Zeit bewegt sich nicht. Wenn nichts geschieht und nur gewartet werden muss, vergeht keine Zeit, da auch keine Zeit. Entwicklung aber gilt als Metapher für die Lebenskraftentfaltung schlecht hin und ist das, was passiert. Die individuelle Entwicklung ist zeitlos, geschieht in der Zeit aber unterliegt nicht mehr der Zeit. Wir sind nicht in Zeit und Raum, sondern Zeit und Raum sind in uns. Zeitlose Gedanken führen dem Körper ewiges Leben zu. Was ewig ist bleibt, überlebt den Zeitgeist und was in der Zeit ist, stirbt und vergeht mit der Zeit. Solange wir etwas in Raum und Zeit festhalten wollen, werden wir es verlieren. Was die Ewigkeit betrifft sind eine Minute und zehntausend Jahre gleich wahr. In der nichtlinearen Zeit existieren Gegenwart, Ver- gangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit.
- Vom persönlichen Friedhofsbesuch an Trauer-und Ge- denktagen zur Erinnerung, für ein stilles Gebet, für die Grabpflege zum Friedhofsbesuch zur Dankbarkeit,seinen Frieden mitbringen und den Verstorbenen bei seiner Weiterentwicklung unterstützen. Siehe Textfortsetzung nächster Abschnitt.
- Vom dem anachronistischen letzten Gang und Abschied nehmen für immer zur Verabschiedung bis zum nächsten Male eines Wiedersehens,wenn ich einmal abtreten muss, wo man sich wieder Vieles zu erzählen hat.
- "Von der Lebensversicherung, wo die abgeschlossene Versicherungssumme als Kapitalleistung am Ende des Erst-Lebens/Ablaufdatum (Eurosumme) fällig wird zur Weiterlebensversicherung, wo die Entwicklungs-Indivi- dualisierungs-Summe als Unsterblichkeitslernen und Jenseitslernen zu Beginn des "Zweitlebens" als Lebens- leistung fällig wird (Friedenssumme)".
- Von dem bisherigen allgemeinen Verständnis, dass der Mensch, wenn er verstorbenen ist den bisherigen Ent- wicklungszustand im Jenseits auch "eins zu eins" im Vollbewusstsein seiner Persönlichkeit gegeben ist und keine äussere, diesseitige Entwicklungshilfe ausser dem Gebet noch möglich ist zur Relativitäts-Theorie-Sicht- weise, welche über die bisherige Gebetsalimentierung und den Rekarnationsglauben als einzige Hilfe für die Verstorbenen hinaus nachweislich hinaus geht*.
*I.) Ohne die Körperlichkeit als Beziehung zur Welt verliert die Seele die Möglichkeit sich unmittelbar in der Geistwelt zu entwickeln, weil sie ihres Weltbezuges und den Weltwerk- zeugen beraubt ist. Aber das Gesetz der Schöpferkraft gilt auch für das Geistige, wenn männlich und weiblich zusam- menkommen im selben Umfang.Denn die Mate-
rie ist bloß eine Verkörperung des Geistigen, ein anderer Zustand des Geistigen.Deshalb ist eine Weiterentwicklung auch so die These, mittelbar z.B. bei einer engen Partnerschaft in der Welt durch deren (Vorbild)kraftfeld möglich, weil alles mit allem im Diesseits und Jenseits zusammen hängt. Weil jeder Mensch ein Teil der Menschheit eines universellen Ganzheitsbewusstseins ist (Interverbundenheit) und wenn es vom Einzelnen realisiert wurde, wirkt es erst vorbildlich für das Ganze als Gemeinschaftsfeld, was als kollektives Gedächt-
nis bezeichnet wird aus. Wenn es einer erreicht hat,hat er es für alle erreicht und erreichbar gemacht und jeder Überwindungs-Transzen- dierungs-Fortschritt ist ein Entwicklungswachstumsgewinn für alle. Wenn der Mensch sich durchgerungen und den Vorbild weg freige- macht hat für alle ist das wie ein Tropfen,welcher ins Meer fließt, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und nicht der Tropfen in das Meer*.
*"Enge Partnerschaft" ist noch keine Seelenbeziehung,weil bei dieser das Geschlechtliche keine Rolle mehr spielt, der männliche und
weibliche Pol aufgehoben wird und die männlichen und weiblichen Merkmale vereinigt sind (androgyn).
II.) Das Leben und Tod werden bei der dualistischen Ganz- heitstod-Theorie irrtümlicherweise als zwei verschiedene Aspekte betrachtet, obwohl sie eins sind und deshalb kein Gegenteil (Tod) geben kann und die " so genannten Toten "nur die unsichtbaren, lebenden Anwesende sind.Der Diesseits-Jenseits-Dualismus ist im nicht-linearen Raum und Zeit einer zeitlosen Dimension aufgehoben. Gegenwart, Ver gangen- heit und Zukunft existieren zur gleichen Zeit und deshalb ist natur- gesetzmässig der Jenseitsweg als Lebens- fortsetzung, weil es nicht anders sein kann, festgelegt. Wenn ein Mensch stirbt, sind die Gren- zen des eindimensionalen Bewusstseins aufgehoben und der Geist ist frei. Ausserhalb der Zeit gibt es keinen Tod. In der geistigen Welt gibt es weder Raum noch Zeit und daher keinen Tod.Das Leben und der Tod sind nichts anderes als nur unterschiedliche Be- wusstseins Wahrnehmungszustände einer (Weiter)Lebens-Parallelwelt. Die individuelle Entwicklung ist zeitlos, ge- schieht in der Zeit aber unterliegt nicht mehr der Zeit. Wir sind nicht in Zeit und Raum, sondern Zeit und Raum sind in uns. Die Zeit ist stillstehend. Deshalb entfällt auch jedes Zeitgefühl. In der Ewigkeit sind eine Minute und zehntausend Jahre gleich wahr.Das Endliche kann die Unendlichkeit nicht verstehen.
- Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird an christlichen Gedenktagen z.B. Totensonntag (von König Wilhelm III von Preussen zur Erinnerung an die Toten eingeführt) oder am Volkstrauertag "Kopf gesenkt" an die Toten erinnert, gedacht und gebetet (Dualismus). Beim Ent- wicklungs-Kultur-Lernen sind Gedenktage " Gemein- samkeitstage ", wo mit den Toten korrespondiert, das Tote belebt und transzendiert wird, die Freundschaft nicht abgerissen ist und einem sonnenklar ist, dass diese nicht wirklich endgültig tot und diese auch gar nicht wissen, dass sie tot sind, weil es wie vom Leben auch vom Tod kein Erkenntnisbewusstsein gibt und damit ihnen der Unterschied gar nicht bewusst ist.Sie sind nur die Unsichtbaren Anwesenden (Universalismus)*.
* Siehe auch den Gliederungspunkt " Vom statischen, äusseren und entwicklungslosen zum dynamischen, inneren evolutionären Ent-
wicklungs-, Gedenk-, Sonn- und Feiertags-Zeitlernverständnis der gesetzlichen, staatlichen, religiösen und persönlichen Feier- und Festtage (in Deutschland) in evolutionäre Allzeitnutzung
- Von den dunklen Wintermonaten und dem November- monat als "Trauer-und Totenmonat" in metaphorischer Anspielung an die wandelnde, absterbende Natur zum Novembermonat als "neuer Frühlings(auferstehungs)- monat" wo neues Leben erblüht, weil der Tod nur ein Lebensweltbildwechsel, der Gipfelpunkt des Lebens, wo der Mensch seine grösste Erfahrung macht und ein Augenblick tiefster Selbsterkenntnis ist. Der Baum verliert seine Blütenpracht, damit er Frucht bringen kann und die pummelige Raupe wird zum hauchdünnen Schmetterling, was eine Metaphormose eines neuen Geburtszyklusses darstellt. Der seelische Geist(leib) ist nur vom materiellen Körper(leib) losgelöst und weil ohne eigenständige Lebenskraft, welche vom Geist mitgenommen wurde, zerfällt er wieder in seine chemischen und mineralischen Bestandteile und mate- rialisiert sich durch die Metaphormose wieder neu*.
* Die Sterbe-und Nahtodforscherin Frau Kübler-Ross wurde einmal gefragt, ob sie ob sie Angst vor dem Tod hätte und bekannte spontan. Nein gar nicht. Ich freue mich darauf. Für sie war das Weiterleben nach dem Tode nicht eine Sache des Glaubens, sondern eines ge-sicherten Wissens, der Tod nicht das Ende, sondern ein strahlender Neubeginn und wer das Licht einmal erschaut nie mehr zurück wollte. Sie konnte nur mit dem Kopf schütteln, dass am Weiterleben nach dem Tode Zweifel und Ängste geäussert werden. Alles Leben ist fortgesetztes sterben und wieder auferstehen als Entwicklungsfort- schritt im neuen Gewande.
- Von dem Rekarnations-Rematerialisierungs-religiösen Auferstehungsglauben,weil sich das Christentum durch die Auferstehung Jesus definiert und ohne diese gäbe es keine Hoffnung und Freude für das ewige Leben, eine "Weiterlebensversicherung" für die, welche daran glauben.Auferstehung heisst Sterben in Gott hinein (Deshalb gibt es auch wegen der Auferstehung kein Grab Jesu). Durch den Tod Jesus Christi am Kreuz wurde unser Tod umgewandelt und geht über den Tod hinaus. Der ganze Mensch mit seinem Leib und Seele wird in Gott hineingenommen.Das bedeutet, dass wir unseren Leib "eins zu eins" wiederbekommen zu einer anderen religiösen Gegentheorie, welche besagt," dass der "Auferstehungsleib" auf keinen Fall dem jetzigen Leib gleich ist und mit unseren neuen jenseitigen Leib mehr vergleichen können.Die menschliche Ruine (Leiche) bekommt wesentlicheren Inhalt, als die stolze Körper- kult fassade, welche sie vorher war. Jeder bekommt seinen eigenen körperlichen Leib und wird als ursprüngliches Wesen im Himmel erkennbar sein und einen individuelle Persönlichkeit bleiben. Durch die Auf-er stehung wird das Verwesentliche unver-wesentlicht und d.h. dass wir im Besitz des neuen Leibes nicht mehr der Vergänglichkeit und einem Zerfall unterworfen sind und frei ist von jeder Leidenschaft und "sündigen Wün- schen". Sein ursprünglich vollkommener Zustand und seine Schönheit werden werden von Ewigkeit zu Ewigkeit vollkommen bleiben.Es wird keine Krankheit, keine Beschwerden und keine Schmerzen mehr geben und er wird seine Jugend und Lebensqualität nie mehr verlie- ren".Ausserdem ist die Erinnerung an den irdischen Tod ausgelöscht.Sie wissen gar nicht, dass sie von ihrem irdi- schen Körper getrennt sind*.
* Kritik:Bei allen Totenerweckungen im alten wie im neuen Testa- ment als auch von Christus gewirkten handelt es sich nicht um Menschen deren Geist ins Jenseits hinüber getreten ist.Ein wirklich Toter kann nicht aus dem Jenseits in das Diesseits zurück kehren.Sein Geist kann nicht mehr in dem Körper Besitz ergreifen, den er durch den irdischen Tod verlassen hat.Das ist ein göttliches Gesetz, von dem es keine Ausnahmen gibt. Sobald sich ein Geist im Jenseits befindet, ist seine irdische Laufbahn endgültig abgeschlossen. Sein diesseitiges Schick- sal ist unwiderruflich entschieden.Er kann nur durch eine neue menschliche Geburt wieder auf die Erde zurück kommen. Von der Erde bis du genommen und zur Erde kehrst du zurück.Aus dem Od der Erde ist jeder Menschenleib entstanden,in das Od der Erde löst sich jeder Menschenleib (Verwesung, Verbrennung) wieder auf.Das ist der beständige Kreislauf, dass der menschliche Körper wieder in seine chemischen und mineralischen Bestandteile erst einmal zerfällt und dann sich vom Neuen durch die Metaphormose wieder neu materialisiert als Verwandlung der Verwesentlichung in das Unver wesentliche.Davon gibt es keine Ausnahme,auch wenn diese Kritikthese erst einmal diametral zum christlichen Ganzheitskörper-Auferstehungsglauben steht.
* Siehe auch die Textaschntite "Einzelschicksals-Trauer-Verfasser unbekannt" und "Weiterentwicklung für die Verstorbenen im Jenseits" im Gliederungspunkt "Von der traditionellen, zeitwidrigen, mumifizierten Beerdigungs-und Trauer-Erinnerungskultur......in Das Leben ist unsterblich
Siehe Beispielfortsetzung Nr.1753
"Entwicklungs-Lebens-Widerspruchs-Lernen"
in Kulturlernen Nr.41.